Individuelle Gesundheitsleistungen

Unter den sogenannten „Individuellen Gesundheitsleistungen“ (IGeL) werden viele Leistungen zusammengefasst, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet werden.

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  • Arthrosetherapie grosser und kleiner Gelenke (Hyaluronsäure und Homöopathika), siehe auch Therapie von chronischen Sehnenentzündungen mit Hyaluronsäure

  • Knochendichtemessung an der Lendenwirbelsäule und der Hüfte mittels DEXA- Gerät bei Osteoporoseverdach (bei gesetzlichen Kassen Kostenübernahme nur bei krankhaften Wirbelkörperbrüchen), siehe auch Zusatzinfo Knochendichtemessung.


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  • ESWT (Extrakorporale Stoß-Wellen-Therapie) mittels hochenergetischem Ultraschall unter exakter 3-dimensionaler Röntgenortung bei Kalkschulter, Tennisarm, Fersensporn, Patellaspitzensyndrom, Pseudarthose, verzögerter Knochenbruchheilung (auch bei Privatkassen eine Kostenerstattung vorher abklären)
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Schultergelenk

Impingement-Syndrom

Der Subacromialraum ist der anatomische Bereich zwischen Schulterdach (Acromion) und Oberarmkopf. In diesem Raum liegt die Rotatorenmanschette, also die Sehnen, die unseren Arm bewegen. Verschiedene Ursachen können nun zu einem schmerzhaft gestörtem Gleiten der Sehnen führen. Die Rotatorenmanschette klemmt (Impingement = Einklemmung). In weiterer Folge kommt es zu einer z. T. hochschmerzhaften Schleimbeutelentzündung sowie zu Rissbildungen in den Sehnen. Zusätzlich kann es durch die ständige Sehnenreizung zu Kalkeinlagerungen („Kalkschulter“) kommen, welche ebenfalls hochakute Entzündungen auslösen können.

 

Die häufigste Ursache eines Impingement-Syndroms sind knöcherne Veränderungen des Schulterdaches (mechanisches oder extrinsisches Impingement).

 

Therapeutisch werden zunächst entzündungshemmende Massnahmen wie Medikamente und Injektionen in den Subacromialraum vorgenommen. Begleitend ist eine physiotherapeutische Behandlung möglich. Bleibt die konservative Therapie erfolglos, so wird operativ rein endoskopisch der zu enge Gelenkraum erweitert und ein evtl. vorhandenes Kalkdepot entfernt. Diese Eingriffe sind sowohl ambulant als auch kurzstationär möglich.

 

Impingement-prä

präoperativ

Impingement-post

postoperativ

schulterdekompression

Schulterdacherweiterung (Arthroskopie)

 

Läsionen der Rotatorenmanschette

Die überwiegende Zahl der Rissbildungen in der Rotatorenmanschette sind verschleißbedingt, ein unfallbedingter Schaden ist deutlich seltener. Die Defekte sollten operativ rekonstruiert werden, um eine dauerhafte Bewegungseinschränkung des Armes zu verhindern. Dieser Eingriff kann rein endoskopisch oder über einen mini-offenen Zugang erfolgen. Die Sehnen werden häufig mit modernen Titan-Ankern am Knochen refixiert. Postoperativ muss der Arm für bis zu 4 Wochen in einem speziellen Verband ruhiggestellt werden, damit die angenähten Sehnen gut einheilen können. Der Eingriff erfolgt meist kurzstationär wegen einer begleitenden Schmerzkatheterbehandlung.

 

Der grosse, veraltete und nicht mehr rekonstruierbare Rotatorenmanschettendefekt (Defektarthropathie) führt zu einer ausgeprägten schmerzhaften Funktionsstörung des Armes. Führen Physiotherapie und Schmerzbehandlung zu keinem befriedigenden Ergebnis, kann durch eine spezielle Schulterprothese („inverse“ Schulterprothese) durch Umkehrung des Prinzips Kopf/Pfanne ein deutlicher Bewegungsgewinn erzielt werden.

RM-Ruptur

Sehnenriss (Kernspin)

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Sehnenriss (Arthroskopie)

Inverse-Prothese

Inversive Schulterprothese

 

 

 

Schultersteife (Frozen shoulder)

Bei der Schultersteife kommt es zu einer entzündlichen Schrumpfung der Gelenkkapsel mit einer schmerzhaften hochgradigen Bewegungseinschränkung. Bei der primären Form können hormonelle oder auch stoffwechselbedingte Störungen (Diabetes, Fettstoffwechsel) die Ursache sein. Der Schmerz führt zur Schonung und damit zur weiteren Einschränkung.

Die sekundäre Schultersteife tritt nach Operationen, Verletzungen oder Entzündungen auf.

 

Therapeutisch wird die starke Entzündung über ein dreiwöchiges „Cortisonschema“ behandelt, bei beginnender Lösung der Schultersteife („Auftauen“) muss intensiv physiotherapeutisch behandelt werden. Die Steife kann sehr langwierig sein, hat aber in der Regel eine sehr gute Prognose.

Ist die konservative Therapie erfolglos und auch keine Geduld mehr vorhanden, kann operativ durch eine endoskopische Lösung von Vernarbungen gut geholfen werden.

 

 

Schulterarthrose

Der Verschleiss des Schultergelenkes ist häufig wenig schmerzhaft, da die Belastung hier geringer ist als z. B. an Hüft- oder Kniegelenk. Bei jedoch vorhandenen Beschwerden können durch entzündungshemmende Medikament und gezielte Spritzen in das Gelenk (Knorpelschutzpräparate) Besserungen erzielt werden.

Eine minimal-invasive endoskopische Operation (Gelenktoilette) kann ebenfalls die Beschwerden in vielen Fällen zumindest für einen gewissen Zeitraum verbessern.

 

Schreitet die Arthrose mit den entsprechenden Schmerzen und Funktionseinschränkungen voran (häufiger auch nach komplizierten Brüchen des Oberarmkopfes), kann das Einsetzen eines künstlichen Schultergelenkes erforderlich werden.

 

Kalkschulter

Die Ablagerung von Kalk in den Sehnen der Rotatorenmanschette ist in der Regel durch ein schon erwähntes Impingementsyndrom verursacht. Der Kalk kann sich periodisch in den darüber liegenden Schleimbeutel entleeren und dann eine hochschmerzhafte Entzündung auslösen. Theoretisch wissen wir, dass die Kalkschulter einen spontanen Heilungsverlauf hat. Wie lange das dauert wissen wir aber nicht. Sind die Beschwerden zu gross, so kommt eine Stoßwellenbehandlung in Betracht. Eine endoskopische operative Entfernung des Kalkherdes beendet das Krankheitsgeschehen.

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Kalkschulter

Schulterluxation (Verrenkung/Auskugelung)

Die Luxation der Schulter kann anlagebedingt bei zu lockeren Weichteilverhältnissen passieren (habituelle Luxation). Häufiger ist jedoch die unfallbedingte Auskugelung, Bei der durch das Herausspringen des Oberarmkopfes aus der Pfanne es immer zu Begleitverletzungen an Knochen-, Kapsel- und Bandstrukturen kommt. Das ist der Grund, warum häufig im weiteren Verlauf es zu erneuten Luxationen kommen kann. Daher wird bei jungen sportlich aktiven Patienten bereits nach der Erstluxation die operative Stabilisierung der Schulter empfohlen.

 

Zusätzliche Patienteninformation Schulter (mit freundlicher Genehmigung der Fa. Zimmer)

 

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