Fuß

Der Fuß ist ein unersetzlicher Teil unseres Körpers und leistet Erstaunliches. Wir schenken ihm jedoch in der Regel wenig Aufmerksamkeit.

Anatomisch-funktionell unterscheiden wir den Vor-, Mittel- und Rückfuß. Die meisten orthopädisch relevanten Erkrankungen betreffen den Vor- und Mittelfuss.

 

20131203_ORTHOPRAXIS_DETAILS_AF-6990

 

Hallux valgus (Ballendeformität)

Sowohl genetische als auch äußere Faktoren (Schuhwerk) führen zu einem Senk-Spreizfuss, die normalen Gewölbe des gesunden Fusses sind abgeflacht oder gar ganz aufgehoben. Die führt zu einem Ungleichgewicht der Binnenmuskulatur des Fusses und nachfolgend zu Deformitäten. Bei der Ballendeformität schiebt sich der 1. Mittelfußknochen nach innen, der Großzeh klappt nach aussen.

Nicht jede Deformität muss operiert werden! Treten Beschwerden auf, so sind zunächst gewölbestützende Einlagen angezeigt. Nur bei zunehmenden Beschwerden am Ballen (Schuhdruck) kann eine korrigierende Operation nötig werden. Nach einem Röntgenbild des Fusses unter Belastung wird abhängig vom Ausmaß der Deformität die Art des Eingriffes entschieden.

Gelenkerhaltende Operationen des Vorfußballens (Hallux valgus)

  • Weichteilkorrigierende Eingriffe
  • Korrektureingriffe am Mittelfußköpfchen (Chevron-Osteotomie)
  • Basisnahe Osteotomie (zu- oder aufklappend)
  • Versteifung des TMT I-Gelenkes (Lapidus-Arthrodese)
  • Korrektur am Großzehengrundglied (Akin-Osteotomie)

(Alle Eingriffe werden gipsfrei in einem Spezialschuh nachbehandelt)

 

hallux_valgus_prae

vorher

hallux_valgus_post

nacher
(Chevron- und Akin-Osteotomie)

 

Hallux rigidus (Steifzehe)

Veränderungen am Großzehengrundgelenk durch Verschleiss, Fehl- oder Überbelastung und auch Verletzungen können zu einer schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit des Gelenkes führen, das normale Abrollen des Fusses ist erheblich eingeschränkt. Der erste Therapieschritt sind entzündungshemmende Medikamente und eine spezielle Einlage, die die Belastung des Grundgelenkes reduziert. Eine begleitende Physiotherapie kann sinnvoll sein. Bei anhaltenden Beschwerden kommen Spritzen in das Gelenk in Betracht. Führt auch dies zu keiner akzeptablen Beschwerdefreiheit kommen operative Möglichkeiten in Betracht.

Eingriffe bei Großzehengrundgelenksarthrose / Hallux rigidus

  • Streckseitige Keilentnahme (Cheilektomie)
  • Gelenkversteifung (Arthrodese)
  • Endoprothese
  • Gelenkentfernung (Operation nach Keller-Brandes) nur in Ausnahmefällen

Mittelfussbeschwerden (Metatarsalgie)

Im Rahmen der Deformitäten im Vorfußbereich kann es durch eine Veränderung der Druckverteilung zu Beschwerden der Mittelfußköpfchen im Bereich der Fusssohle kommen. Die führt ebenfalls szu einer schmerzhaft eingeschränkten Belastbarkeit des Fusses. Therapeutisch hilft erneut eine gute Bettungseinlage, bei fehlender Besserung wird operativ der Druck vom Mittelfußköpfchen genommen.

Eingriffe bei Mittelfußköpfchenbeschwerden (Metatarsalgie)

  • Weichteilkorrigierende Eingriffe
  • Korrekturosteotomien am Mittelfußköpfchen (Weil-Osteotomie)

Krallenzehe / Hammerzehe

Beide Begriffe beschreiben Fehlstellungen der Kleinzehen., die in der Regel mit anderen Deformitäten wie Senk-Spreizfuss und einem Hallux valgus einhergehen. Zu enges Schuhwerk spielt eine Rolle, diese Veränderungen können aber auch im Rahmen von neurologischen Erkrankungen auftreten. Die Hauptsymptome sind Belastungsschmerzen durch die veränderte Zugrichtung der Sehnen der Fußbinnenmuskulatur und Druckstellen. Die Therapie ist letztlich immer operativ.

Fersensporn / Plantarfasziitis

In Verbindung mit einem abgeflachten Längsgewölbe des Fusses (Senkfuß), verkürzter Muskulatur von Ober- und Unterschenkelrückseite (sitzende Tätigkeit!) oder aber auch durch Überlastung kann es zu einer sehr schmerzhaften Entzündung des Ansatzes der Plantarfaszie kommen. Diese Sehnenplatte ist eine wichtige Verspannungseinrichtung unseres Fußlängsgwölbes. In einigen Fällen kann es durch den ständigen Zug der Sehne am Knochen zu einer spornartigen Ausziehung am Fersenbeinknochen kommen – der Fersensporn. Therapeutisch erfolgt eine Einlagenversorgung, entzündungshemmende Medikamente sowie lokale Spritzen an den Sehnenansatz mit Cortison oder auch Hyaluronsäure als neuen Ansatz.

Veränderungen der Tibialis posterior-Sehne / Knick-Senkfuss

Die Tibialis posterior-Sehne zieht vom Unterschenkel kommend hinter dem Innenknöchel und dem inneren Fussrand unter das Längsgewölbe und ist damit eine ganz wichtige Stütze des Fusses. Im Rahmen von verschleißbedingten Schäden oder entzündlichen Veränderungen (Rheuma) kommt es zu einem zunehmenden Einbruch des Gewölbes mit Abknicken des Fußes nach außen. Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und besteht in Einlagen, Entzündungshemmung, Sehnentransfer-Operationen und knöchernen Korrekturen am Fersenbein (Calcaneusosteotomie).

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Fuß

Der Fuß ist ein unersetzlicher Teil unseres Körpers und leistet Erstaunliches. Wir schenken ihm jedoch in der Regel wenig Aufmerksamkeit.

Anatomisch-funktionell unterscheiden wir den Vor-, Mittel- und Rückfuß. Die meisten orthopädisch relevanten Erkrankungen betreffen den Vor- und Mittelfuss.

 

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Hallux valgus (Ballendeformität)

Sowohl genetische als auch äußere Faktoren (Schuhwerk) führen zu einem Senk-Spreizfuss, die normalen Gewölbe des gesunden Fusses sind abgeflacht oder gar ganz aufgehoben. Die führt zu einem Ungleichgewicht der Binnenmuskulatur des Fusses und nachfolgend zu Deformitäten. Bei der Ballendeformität schiebt sich der 1. Mittelfußknochen nach innen, der Großzeh klappt nach aussen.

Nicht jede Deformität muss operiert werden! Treten Beschwerden auf, so sind zunächst gewölbestützende Einlagen angezeigt. Nur bei zunehmenden Beschwerden am Ballen (Schuhdruck) kann eine korrigierende Operation nötig werden. Nach einem Röntgenbild des Fusses unter Belastung wird abhängig vom Ausmaß der Deformität die Art des Eingriffes entschieden.

Gelenkerhaltende Operationen des Vorfußballens (Hallux valgus)

  • Weichteilkorrigierende Eingriffe
  • Korrektureingriffe am Mittelfußköpfchen (Chevron-Osteotomie)
  • Basisnahe Osteotomie (zu- oder aufklappend)
  • Versteifung des TMT I-Gelenkes (Lapidus-Arthrodese)
  • Korrektur am Großzehengrundglied (Akin-Osteotomie)

(Alle Eingriffe werden gipsfrei in einem Spezialschuh nachbehandelt)

 

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vorher

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(Chevron- und Akin-Osteotomie)

 

Hallux rigidus (Steifzehe)

Veränderungen am Großzehengrundgelenk durch Verschleiss, Fehl- oder Überbelastung und auch Verletzungen können zu einer schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit des Gelenkes führen, das normale Abrollen des Fusses ist erheblich eingeschränkt. Der erste Therapieschritt sind entzündungshemmende Medikamente und eine spezielle Einlage, die die Belastung des Grundgelenkes reduziert. Eine begleitende Physiotherapie kann sinnvoll sein. Bei anhaltenden Beschwerden kommen Spritzen in das Gelenk in Betracht. Führt auch dies zu keiner akzeptablen Beschwerdefreiheit kommen operative Möglichkeiten in Betracht.

Eingriffe bei Großzehengrundgelenksarthrose / Hallux rigidus

  • Streckseitige Keilentnahme (Cheilektomie)
  • Gelenkversteifung (Arthrodese)
  • Endoprothese
  • Gelenkentfernung (Operation nach Keller-Brandes) nur in Ausnahmefällen

Mittelfussbeschwerden (Metatarsalgie)

Im Rahmen der Deformitäten im Vorfußbereich kann es durch eine Veränderung der Druckverteilung zu Beschwerden der Mittelfußköpfchen im Bereich der Fusssohle kommen. Die führt ebenfalls szu einer schmerzhaft eingeschränkten Belastbarkeit des Fusses. Therapeutisch hilft erneut eine gute Bettungseinlage, bei fehlender Besserung wird operativ der Druck vom Mittelfußköpfchen genommen.

Eingriffe bei Mittelfußköpfchenbeschwerden (Metatarsalgie)

  • Weichteilkorrigierende Eingriffe
  • Korrekturosteotomien am Mittelfußköpfchen (Weil-Osteotomie)

Krallenzehe / Hammerzehe

Beide Begriffe beschreiben Fehlstellungen der Kleinzehen., die in der Regel mit anderen Deformitäten wie Senk-Spreizfuss und einem Hallux valgus einhergehen. Zu enges Schuhwerk spielt eine Rolle, diese Veränderungen können aber auch im Rahmen von neurologischen Erkrankungen auftreten. Die Hauptsymptome sind Belastungsschmerzen durch die veränderte Zugrichtung der Sehnen der Fußbinnenmuskulatur und Druckstellen. Die Therapie ist letztlich immer operativ.

Fersensporn / Plantarfasziitis

In Verbindung mit einem abgeflachten Längsgewölbe des Fusses (Senkfuß), verkürzter Muskulatur von Ober- und Unterschenkelrückseite (sitzende Tätigkeit!) oder aber auch durch Überlastung kann es zu einer sehr schmerzhaften Entzündung des Ansatzes der Plantarfaszie kommen. Diese Sehnenplatte ist eine wichtige Verspannungseinrichtung unseres Fußlängsgwölbes. In einigen Fällen kann es durch den ständigen Zug der Sehne am Knochen zu einer spornartigen Ausziehung am Fersenbeinknochen kommen – der Fersensporn. Therapeutisch erfolgt eine Einlagenversorgung, entzündungshemmende Medikamente sowie lokale Spritzen an den Sehnenansatz mit Cortison oder auch Hyaluronsäure als neuen Ansatz.

Veränderungen der Tibialis posterior-Sehne / Knick-Senkfuss

Die Tibialis posterior-Sehne zieht vom Unterschenkel kommend hinter dem Innenknöchel und dem inneren Fussrand unter das Längsgewölbe und ist damit eine ganz wichtige Stütze des Fusses. Im Rahmen von verschleißbedingten Schäden oder entzündlichen Veränderungen (Rheuma) kommt es zu einem zunehmenden Einbruch des Gewölbes mit Abknicken des Fußes nach außen. Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und besteht in Einlagen, Entzündungshemmung, Sehnentransfer-Operationen und knöchernen Korrekturen am Fersenbein (Calcaneusosteotomie).

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